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Reisebericht und Fotos Namibia 

Einsamkeit | Wüsten | Safari | Küsten

Namibia ist etwa 2,3 mal größer als Deutschland hat aber nur rund 2,5 Mio Einwohner. Hier sind wir schon mal 1 Stunde gefahren ohne einer Menschenseele zu begegnen. Auch das ist eine interessante Erfahrung. Hier kann man an einigen abgelegenen Orten noch absolute Stille erleben. Es gibt keinen "Lichtsmog", man kann den Südhimmel mit seinen unzähligen Sternen voll geniessen.

Namibia ist durch die Wüste Namib entlang seiner Atlantikküste geprägt und besitzt eine artenreiche Tierwelt mit einer beträchtlichen Gepardenpopulation. In der Hauptstadt Windhoek und der Küstenstadt Swakopmund finden sich deutsche Kolonialbauten wie Windhoeks Christuskirche von 1907. Im Norden liegt der sehr besuchenswerte Etosha Nationalpark, mit vielen Tieren die man am besten in der trockenen Winterzeit beobachten kann. Die Jahreszeiten sind auf der Südhalbkugel übrigens entgegen der Nordhalbkugel. Hier scheint die Sonne am Mittag im Norden und im Süden steht sie nie ;-) 

Das Land ist für Fotografen und alle Naturliebhaber ein Traum mit seinen vielen Farben, Formen und Tieren. Die Strassen sind meistens Gravelroads, d.h. gewalzter Schotter der sich aber meistens gut befahren lässt. Wir hatten einen SUV 2WD und sind überall hingekommen. In der Regenzeit sollte man wohl besser einen 4WD nehmen. 
Neben der Fotogalerie habe ich einen ausführlichen Reisebericht verfasst, den du weiter unten findest.

USA 2006

Namibia 2009 - Afrika Pur

Ein kurzes Fazit vorab: Namibia ist ein landschaftlich wunderschönes Land. Die fast unendliche Weite und Einsamkeit machen den Reiz Namibias aus. Die herrlichen Landschaften und die sehr vielfältige Tierwelt fügen sich da nahtlos ein. Wir haben viele nette Menschen kennengelernt und die Lodges waren alle ein Highlight für sich.
Wir haben die 4000km mit unserem Nissan XTrail ohne Pannen geschafft und auch sonst haben wir keine negativen Erfahrungen gemacht.
Unsere Route:
Kalahari - Fish River Canyon/Vogelstrausskluft - Klein Aus - Namib /Soussusvlei - Sesriem - Swakopmund / Walvis Bay - Brandberg - Vingerklip Logde - Etosha NP Ü in Okaukuejo/Aoba - Waterberg - Windhoek

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Unsere Reise 2009 - Namibia

Wir haben Wert darauf gelegt mindestens zwei Übernachtungen in jeder Unterkunft zu haben. Dadurch hatten wir mindestens einen vollen Tag Zeit für Unternehmungen und konnten auch mal am späten Nachmittag anreisen, wenn wir beim vorhergehenden Ziel oder unterwegs noch Neues entdeckten. Denn zu entdecken gibt es in Namibia einiges.
Wir können alle Lodges empfehlen, mit Einschränkung die Ugab Terrace Lodge, dort reicht auch eine Übernachtung, die Aussicht ist zwar genial aber für Aktivitäten muß man in die 4km entferne Vingerklip Lodge fahren, die wir vorziehen würden. 
Hier unser Reiseverlauf und ein Link zu den jeweiligen Unterkünften (2019 aktualisiert)


1. Tag: Ankunft 07.40 WDH - 290km Unterkunft Kalahari Anib Logde 
2. Tag: Kalahari - Fish River - 300km Unterkunft Vogelstrausskluft
3. Tag: Fish River Canyon - Vogelstrausskluft
4. Tag: Vogelstrausskluft-Klein Aus - 200km Unterkunft Eagle's Nest Lodge
5. Tag: Klein Aus / Lüderitz - Eagle's Nest Lodge
6. Tag: Klein Aus - Namib - 370km Unterkunft Desert Homestead
7. Tag: Namib - Desert Homestead
8 Tag: Soussusvlei -  Desert Homestead
9. Tag: Sesriem - Swakopmund - 300 km Unterkunft Hotel Beach Lodge
10 Tag: Swakopmund / Walvis Bay - Hotel Beach Lodge
11. Tag: Relaxen -  Hotel Beach Lodge
12. Tag: Swakopmund-Brandberg-Vingerklip - 360km Unterkunft Ugab Terrace Lodge
13. Tag: Wandern Vingerklip - Ugab Terrace Lodge
14. Tag: Vingerklip - Etosha NP  - 250 km Unterkunft Okaukuejo Logde 
15. Tag: Etosha- Übernachtung Aoba Aoba Logde
16. Tag: Etosha - Aoba Logde
17. Tag: Etosha - Waterberg - 300km Unterkunft  Waterberg Guest F.
18. Tag: Waterberg - Waterberg Guest F.
19. Tag: Waterberg - Windhoek - 250km Unterkunft  Onganga Pension
20. Tag: Windhoek Abflug 19.00


Ankunft und der Süden Namibias

Nach der Landung am frühen Morgen in Windhoek sind wir mit unserem Nissan XTrail über Dordabis und Uhlenhorst zur Kalahari Anib Lodge gefahren. Die ersten 50km bis Dordabis (an der Tankstelle gibt es neben Kleinigkeiten und Getränken auch Adapter) waren geteert, dann machten wir mit den Gravelroads Bekanntschaft. Nach einiger Zeit gewöhnt man sich aber an die Schotterstraßen, die meist in einem recht guten Zustand waren.
In der Lodge angekommen haben wir um 15.30 Uhr, kurz nach der Ankunft, gleich eine Sundowner Fahrt mitgemacht. Wir haben gleich die ersten Steinböcke, Oryx, Strausse und einiges mehr gesehen. Zum Sonnenuntergang waren wir dann auf einer roten Düne mit Wein und Bier, so klang unser erster Tag traumhaft aus. Die Kalahari Anib Lodge ist recht groß, hat uns aber für eine Nacht gut gefallen. Am nächsten Tag ging es weiter über Mariental, wo wir in einem großen Sparmarkt unseren ersten Einkauf tätigten. Der ATM an der Tankstelle nebenan war bewacht, sodas die vielen Typen die dort herum lungerten eigentlich keine Gefahr waren. Über Keetmanshop, wo es einige Geschäfte gibt, ging es dann weiter über die B 4. Nach dem Ort, kurz vor der Brücke über den Fishriver ist links ein Rastplatz, wenn man etwas höher fährt kommt man an einen schönen Aussichtspunkt.
Weiter ging es zu unserem zweiten Ziel der Vogelstrausskluft. Hier wurden wir herzlich begrüsst und bekamen den gebuchten Luxus Bungi zugewiesen. Wir hatten das Fish River Canyon Experience gebucht und den Entschluss nicht bereut. Mit unserem Guide Moses waren wir bei beiden angebotenen Ausflügen allein unterwegs und vorallem der Ausflug in den Fish River Canyon war ein Erlebnis. Die Fahrt mit dem Allrad hinunter in den Canyon war schon abenteuerlich. Auf einer kurzen Wanderung sahen wir neben dem herrlichen Flußtal auch einen Pavian. Anschliessen wurde im Canyon gegrillt und mit Moses hatten wir einen interessanten Gesprächspartner.
In der Lodge hatte man auch Wildbeobachtungsmöglichkeiten und ein Pool eine kleine Bar und Wanderwege rundeten das Angebot ab. Das Essen dort war übrigens hervorragend


Der Südwesten mit Lüderitz - Aus - Garup

Nach 2 1/2 Stunden Fahrt von der Vogelstrausslodge auf der B4, inkl. Fotostops auf der teilweise von Tafelbergen eingerahmten Strecke, erreichten wir den Südwesten Namibias. Beim Tankstop in Aus nutzten wir den kleinen Shop zum Auffüllen unserer Vorräte. Wenn man aber im Eagles Nest Lodge in Klein Aus sein Quartier bezieht kann man sich das einkaufen von Bier und Wein sparen, da diese im Kühlschrank zum gleichen (günstigen) Preis erhältlich sind (2009).
Nach dem kurzen Stop und einer “Stadtrundfahrt” in Aus, die nach 5 Minuten beendet war, fuhren wir weiter auf der B4, nach ca. 20 km geht’s rechts ab nach Garup. Dort ist ein kleiner Unterstand von dem aus sich die Wildpferde an einer Wasserstelle herrlich beobachten lassen. Auch Oryx, Strausse und andere Antilopen kann man zwischen den Pferden beobachten. Ich hätte nicht gedacht das es so interessant sein kann Pferde zu beobachten.
Am frühen Nachmittag ging es dann wieder zurück nach Klein Aus, dort hatten wir eine Lodge im Eagles Nest gebucht. Das Frühstück für den nächsten Morgen haben wir gleich mitgenommen, den vom Haupthaus sind es rund 8 km bis zu einer Felswand, vor der sich 8 wunderschöne Lodges befinden. Die Lodges liegen weit verstreut, sodass man ganz allein mit sich und der Natur ist. Ein einmaliges und wunderschönes Erlebnis

Von Aus sind es 120 km auf der geteerten B4 nach Lüderitz. Vorher lohnt ein Stop in Kolmanskuppe, einem verlassenen, ehemals deutschen Kolonialort aus der Zeit des Diamantenfiebers. Die Wüste holt sich den Ort Stück für Stück zurück. Es werden geführte Besichtigungstouren angeboten, aber auch alleine kann man sich die verlassenen und teilweise verfallenen Häuser in dem Geisterstädtchen anschauen

Nach vielen schnurgeraden Kilometern durch die Wüste erreicht man dann endlich die Küstenstadt Lüderitz. Die Stadt hat für namibische Verhältnisse viele Geschäfte, Hotels und Restaurants. Uns hat es an der neuen Waterfront recht gut gefallen. Vom Restaurant Rizzis aus hat man bei gutem und sehr günstigem Essen einen herrlichen Blick über die Bucht. Nachdem die Stadt erkundet ist lohnt die Fahrt über eine Gravelroad auf die Lüderitz Halbinsel zum Diazkreuz. Unterwegs sieht man Flamingos und schöne Küstenabschnitte. Beim Diazkreuz ist ein kleines Restaurant mit Shop, von dem aus man über einen Holzsteg die Felstreppe zum Kreuz erreichen kann. Der Atlantik braust hier mit voller Wucht auf die Felsen. Mit einem Fernglas kann man Seelöwen auf einem vorgelagerten Felsen beobachten.

Namibia’s Westen mit dem Sossusvlei, Swakopmund

Von Klein Aus ging es dann in 5-6 Stunden über die D 707 durch die Tirasberge zum nächsten Ziel, der Desert Homestead Lodge. Die Lodge liegt wunderschön in die Landschaft eingebettet. Die Bungalows sind gut ausgestattet und haben alle eine kleine Terrasse mit Blick über eine weite Ebene. Kaffee und Kuchen am Nachmittag ist inklusive und das Menü für 165 N$ plus Bierchen für 12,- N$ war auch seinen Preis wert. Am Abend lohnt ein kurzer Aufstieg auf den Hügel links neben den Bungalows, die Aussicht ist fantastisch. Man kann auch einen lohnenden Sundowner Ausritt von der Lodge aus unternehmen. Auch die Pool-/Gartenanlage lädt zum relaxen ein. Wir waren 3 Tage in der Lodge, und haben uns sehr wohl gefühlt.

Von der Desert Homestead Lodge sind es nur 32 km zum Parkeingang des Namib Naukluft Park (Eintritt 85,- N$) mit dem Sossusvlei. Eine erste Wanderung dort, lohnt sich auf jeden Fall auf die Düne 45, die so heißt, weil sie 45 km vom Eingang entfernt liegt. Einmal rauf und runter dauert rund 45 Minuten, am frühen Morgen ist es noch angenehm kühl, darum sollte man nicht zu spät starten. Man muß aber meiner Meinung nach auch nicht mitten in der Nacht losfahren um bei Sonnenaufgang am Tor zu stehen, wir waren gegen 8 Uhr dort..
Die Fahrt geht weiter durch eine herrliche Dünenlandschaft mit vielen Oryxantilopen, Springböcken und Strausse bis zum Ende der Teerstraße von wo aus man entweder mit dem eigenen 4WD oder mit einem Shuttle für 110,- N$ p.P. zum Vlei fährt. Dort starten einige “Wanderwege” zum Sossusvlei. Ein absolutes MUSS, auch wenn der Schweiss rinnt ;-)
Auf dem Rückweg kann man sich dann an der Tankstelle außerhalb des Eingangstores stärken. Von dort kann man auch noch dem Sesriem Canyon einen Besuch abstatten. 

Von der Desert Homestead Lodge sind wir dann in ca. 5 Stunden nach Swakopmund gefahren. Die Landschaft war teilweise sehr öde, aber auch das kann ja interessant sein. In Swakopmund haben wir im Beach Lodge Hotel gewohnt, welches ich sehr empfehlen kann, auch das Hotelrestaurant war absolute spitze. Swakopmund bietet, im Gegensatz zu den alleinliegenden Lodges, viel Abwechslung. Der Ort lädt zum bummeln ein und erinnert, mit seiner Kaiser-Wilhelm-Strasse, schon sehr an vergangene deutsche Tage. Hier wird noch in fast jedem Laden deutsch gesprochen und es gibt einige Restaurants in denen man sich wie in der Heimat fühlt. Sehr lecker ist es im Brauhaus, das man, neben netten Läden, in der Gasse hinter der Swakopmund Apotheke findet. Wir wurden am 30. Mai mit einer Karnevalsveranstaltung empfangen und hörten sofort deutsche Stimmungsmusik. Das war schon ein komisches Gefühl, aber lustig so zwischen den Deutsch-Namibiern, Bratwurst, Leberkäs und Sauerkraut. Die schwarzen Namibier nahmen das bunte Treiben gelassen hin.
Von Swakopmund führt eine Küstenstraße, die zwischen Meer und Dünen verläuft, nach ca. 40 km in den Nachbarort Walfish Bay. Von dort kann man Bootsfahrten unternehmen, auf jeden Fall lohnt ein Spaziergang an der Esplanade, dort kann man viele Flamingos und auch (teure) gepflegte Villen sehen.
Auf der Rückfahrt lohnt ein kurzer Abstecher von der Hauptstrasse nach Langstrand (Long Beach), ein Retortenort direkt am Meer, mit einigen schönen Restaurants. Die Fotos zeigen u.a. Swakopmund und den Blick aus unserem Hotelzimmer im Beach Lodge Hotel.

Namibia’s Norden mit der Ugab Terrace und dem Etosha NP

Von Swakopmund führte uns unsere Reise nun, nach einem Abstecher zum Cape Cross mit seiner riesigen, bis zu 120000 Tiere starken Robbenkolonie, über die C35 an Uis vorbei zum Vingerklip bei den Ugab Terrassen. Tanken sollte man in Uis, wo man sich allerdings auf aufdringliche Steinverkäufer einstellen muss. Sobald unsere Autoscheibe runter war, hatten wir 3 Hände im Auto, die wir nur nach dem Kauf von einigen bunten Steinen wieder aus dem Auto heraus bekamen. Naja, die Menschen haben hier nicht viel und ein paar Euros kann man hier ruhig mal investieren.

Wir haben in der Ugab Terrace Lodge übernachtet. Die Bungalows stehen direkt am Rande eines Tafelbergs, mit herrlichem Blick auf die 35 Meter hohe Fingerklippe und die Tafelberge. Die Landschaft erinnerte uns an das Monument Valley in den USA. Der Parkplatz der Lodge ist unterhalb des Berges. Wenn man keinen 4WD hat wird man, sobald man bemerkt wird, unten abgeholt. Mit eigenem 4 WD kann man den (sehr) steilen Weg selbst hochfahren.
Neben der herrlichen Aussicht, den schönen Bungis (Nr 10 liegt am besten), der netten Lodge-Mannschaft und einer Sonnenterrasse am Pool kann man nicht sehr viel unternehmen. Die im Internet angekündigten Reitausflüge gibt es mangels Vierbeinern leider nicht. Wir sind zur 4 km entfernten Vingerklip gefahren, haben sie “bestiegen” und sind von dort aus etwa eine 1/2 Stunde zur Vingerklip Lodge gewandert. Die liegt wunderschön und bietet auch Tagesbesuchern ein leckeres Gericht mit Blick auf eine der drei tierreichen Wasserstellen (Auf dem Gelände befinden sich u.a. Kudus, Giraffen, Affen, Antilopen, Oryx) , einige kurze Wandermöglichkeiten mit tollen Aussichtspunkten. Von hier kann man auch eine Tour zu einem Himbadorf buchen ( 1000 N$). 

Nach 2 Tagen ging es mit ca. 2 1/2 stündige Fahrt nun zu einem weiteren Highlight unserer Namibia-Reise, dem Etosha Nationalpark. Nach einem Tankstop in Outjo, ging es zum Okaukuejo Rastlager im südlichen Parkteil. Wir haben zu unserem Standardbungalow ein Upgrade auf einen Wasserloch-Bungi gebucht und das hat sich gelohnt, den auch bei Dunkelheit konnten wir die Tiere auf dem beleuchteten Areal gut beobachten und dazu brauchten wir nur wenige Schritte zu gehen. Das Rastlager ist relativ gross und am Abend wurde ein leckeres Buffet für 150,- N$ angeboten. Während des Essens schlichen Schakale um die Tische und Tanzgruppen boten schöne afrikanische Tänze und Gesänge. Es gibt Läden, ein Schimmbad und eine Tankstelle, wie auch in den beiden weiteren Rastlagern Halali und Namutoni.

Von Okaukuejo aus kann man viele interessante Wasserlöcher erreichen. Sehr hilfreiche Tipps welche Tiere man wann, an welchem Wasserloch sichten kann, inkl. Straßenkarten und Routentipps für den Aufenthalt im Etosha, finden sich in den beiden Reiseführern die auf der Seite Reisevorbereitungen empfohlen werden. Wichtig ist das man zur angeschlagenen Uhrzeit wieder zurück im Lager ist, bzw. den Park verlassen hat, sonst steht man vor verschlossenen Toren. Die Begegnung mit den verschiedensten Tieren in freier Wildbahn kann man nicht beschreiben, die muß man selbst erleben. Wir haben an den 3 Tagen rund 500 km im Park “erfahren” und dabei neben hunderten Zebras und Springböcken auch Löwen, Nashörner (abends am Okaukuejo Wasserloch), Elefantenherden, viele Antilopenarten, Oryx, Giraffen und vieles mehr beobachten können.
Die 2. und 3. Übernachtung hatten wir übrigens außerhalb des Parks, in der sehr empfehlenswerten, 36000 Hektar großen, Etosha Aoba Lodge, direkt angrenzend an den Etosha NP an der Fisher’s Pan. Dort herrschte vorallem beim abendlichen Menü unter freiem Himmel eine tolle, afrikanische Atmosphäre.
Der Umgang in der Lodge durch die deutsche Leitung ist, im Gegensatz zu den grossen Rastlagern im Park, sehr persönlich und nach dem Menü werden die Erlebnisse am Lagerfeuer ausgetauscht. Im schönen Bungalow (Foto) erwartete uns dann eine Wärmflasche im angewärmten Bett.
Wir fanden es auch von der Route her sehr praktisch zuerst den westlichen Teil von Okaukuejo aus zu erkunden, dann auf der Tagestour von Okaukuejo durch den Park zur Aoba Lodge, die Wasserlöcher zwischen Halali und Namutoni anzufahren. Und schliesslich am 3 Tag den östlichen Teil von der Aoba Lodge aus zu erkunden. Die 13 km lange Farmstrasse zur Aoba Lodge geht übrigens ca. 100 Meter nach dem Parkausgang links von der Hauptstrasse ab.
 Den Eintritt für den Park kann man übrigens schon für den gesamten geplanten Aufenthalt am Anfang der Etosha Reise in einem der Rastlager zahlen.
 

Namibia’s Hauptstadt Windhoek und der Waterberg

Von der Etosha Aoba Lodge ging es nun, durch herrliche Landschaften, über Tsumeb und Otavi weiter zur Waterberg Guest Farm. Die Farm hat eine Fläche von rund 400 qkm, unvorstellbar groß. Das gesamte Areal gehört der, sehr gastfreundlichen, Familie Waterberg, Harry und seiner deutschen Frau.
Am Abend wurde an einem großen Tisch, gemeinsam gegessen und wir konnten uns mit Reisenden aus der ganzen Welt über unsere Erlebnisse austauschen. Harry hatte natürlich auch interessante Geschichten und Informationen über Land und Leute zu erzählen. Hätten wir vorher gewusst wie es auf so einer Guestfarm zugeht hätten wir sicher statt Lodge, noch die ein oder andere Farm eingeplant.

Von der Farm aus kann man in 30-45 Minuten auf den kleinen Waterberg wandern. Unterwegs muß man auf die diebischen Paviane achten. Von oben hat man einen herrlichen Blick über das Gelände.
Ebenfalls sehr lohnenswert ist ein Ausflug, mit dem Jeep, zur Nachbarfarm, dem weltweit bekannten Cheetah Conservation Fund (CCF). Dort kann man Geparden beobachten und anschließend geht es, passend zum Sonnenuntergang, durch die kleine Serengeti, mit ihren Wildherden, zurück zur Farm. Nehmt warme Jacken mit, den nach Sonnenuntergang wird es auf der Ladefläche des Jeeps empfindlich kalt. (Preis 2009: 500,- N$)

Die letzte Fahrt führte uns nun wieder zurück zum Ausgangspunkt, Windhoek, wo wir in der Onganga Pension übernachtet haben. Die Pension liegt am Rande der Stadt, in einem relativ sicheren Viertel und die Räume, alle mit eigenem Eingang, sind sehr schön gestaltet, wie die gesamte Anlage. Es gibt ein kleines Restaurant, Pool und eine, sehr nett besetzte, Rezeption. Mit dem Auto sind es etwa 10 Fahrminuten in die Innenstadt. Dort kann man sicher und gut im Parkhaus des Kalahary Sand Hotels parken (Einfahrt von der Independence Street). Windhoek ist nun ganz anders als das was wir bisher von Namibia gesehen haben. Keine Weltstadt, aber eine interessante, moderne Großstadt mit entsprechenden Angeboten. Viele Schnitzereiprodukte findet man im Craft Market, aber auch in der Fußgängerzone. Zu den empfohlenen Sicherheitsmassnahmen, vorallem am Abend, in afrikanischen Städten gehe ich hier nicht ein, darüber gibt es genügend Infos in diversen Foren etc. Aber am Tag haben wir uns in der Stadt sehr sicher gefühlt, nicht anders als in einer europäischen Grossstadt. Von Windhoek aus hat uns die Air Namibia dann pünktlich wieder nach Frankfurt gebracht.

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